Am
richtigen Platz legt sie richtig los:
Dieffenbachia hat Multitasking-Talente
Wie eine kleine Oase im Raum,
ist die Dieffenbachia nicht nur eine grüne Lust fürs Auge, sondern
sie sorgt auch für gesundes Raumklima. Wer also auf der Suche nach
einer Pflanze ist, die mehr kann als nur "grün" sein, der
liegt mit der Wahl einer Dieffenbachia auf jeden Fall goldrichtig. Die
Pflanze aus dem tropischen Südamerika ist wegen ihrer dekorativen,
fleischigen, weichen Blätter sehr beliebt. Obwohl bei den meisten
Dieffenbachia-Sorten die bis zu 60 cm großen Blätter eine grüne
Grundfarbe tragen, legen sie oft eine lebhafte, gelbliche oder weiße
Zeichnungen entlang der Seitenadern an den Tag. Dieser Anblick schmeichelt
zwar dem Auge, ist aber für Dieffenbachia längst nicht Herausforderung
genug. Sie ist die geborene Multitaskerin und erfüllt ganz nebenbei
noch eine andere, wichtige Aufgabe, die uns das Leben erheblich erleichtern
kann: Dieffenbachia sorgt mit ihrem dichten Blattwerk als Luftreiniger,
indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöht, Sauerstoff produziert und
Schadstoffe filtert. Es ist eine ausgezeichnete Idee, sie direkt neben
Computer oder Drucker zu platzieren, damit sie ganz besonders sinnvoll
tätig werden kann.
Das Tropen-Talent verdankt
übrigens seinen Namen dem langjährigen Obergärtner Dieffenbach,
der für die Kaiserlichen Gärten am Schloss Schönbrunn in
Wien verantwortlich war. Heinrich Wilhelm Schott, von 1845 bis 1865 Direktor
dieser Gärten, verewigte damit seinen Mitarbeiter in einem Pflanzennamen.
Dieffenbachia ist trotz ihrer
vielfältigen Talente keineswegs anspruchsvoll, was die Pflege betrifft.
Sie gibt sich mit geringen Lichtverhältnissen zufrieden und kann
ganzjährig bei einer Zimmertemperatur von 20 °C stehen. Je weniger
panaschiert die Blätter sind, um so dunkler kann die Pflanze stehen.
Dieffenbachia sollte regelmäßig gegossen werden, was bedeutet,
dass die Topferde stets feucht sein muss. Staunässe findet sie allerdings
unerträglich und dafür gibt es dann auch gleich die "Rote
Karte".
Übrigens trägt Dieffenbachia auch den schwarzen Gürtel
der Selbstverteidigung. Kein Scherz: Sie ist keine Pflanze für einen
Haushalt mit kleinen Kindern oder kaulustigen Haustieren. Der Pflanzensaft
ihrer Blätter ist nämlich sehr giftig und greift Haut und Schleimhäute
an. Einst sollen auf Haiti schwarze Sklaven zum Zerkauen von Dieffenbachien
gezwungen. Dabei wurden die Schleimhäute derart gereizt, dass es
für die Bestraften über mehrere Tage unmöglich war zu sprechen.
Auch unliebsame Zeugen konnte man mit dieser Maßnahme an einer Aussage
zumindest vorübergehend hindern. So steht´s in der Legende.
Also nicht in die Blätter
beißen, verstanden? Mit einer üppigen Dieffenbachia haben Sie
eine vitale Mitbewohnerin im Haus, die vor Natur nur so strotzt und schnell
wächst. Man kann sich für sie begeistern, neben ihrer Schönheit
Kraft tanken, sich an ihr erfreuen und ganz nebenbei auch noch kräftig
durchatmen, schadstofffrei versteht sich.
Text und Foto: BBH
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