Ein
Sommer für Neugierige:
Gartenglück mit Blumenzwiebeln
Urlaub in Deutschland liegt
im Trend. Umfragen zufolge geht es dabei nicht so sehr ums Sparen, sondern
darum, Deutschland besser kennen zu lernen. Hier gibt es in der Tat noch
viel zu entdecken, den schiefsten Turm der Welt zum Beispiel. Der steht
nicht etwa in Pisa, sondern in der kleinen Gemeinde Suurhusen in Ostfriesland.
Er hat es sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Doch auch sonst
findet sich in Deutschland manches spannende oder ungewöhnliche Reiseziel,
beispielsweise das weitverzweigte Kanalsystem im Spreewald, faszinierende
Tropfsteinhöhlen im Sauerland und eindrucksvolle Hünengräber
entlang der "Straße der Megalithkultur" im westlichen
Niedersachsen. Deutschland hat Kultur und Natur in Hülle und Fülle
zu bieten. Manches ist sogar einzigartig auf der Welt. Mit dem Ruhrgebiet
wurde erstmalig eine ganze Region zur Kulturhauptstadt ernannt. Als "Kulturhauptstadt
2010" bietet es in diesem Jahr besonders viele Erlebnisse. Auch das
Norddeutsche Wattenmeer wurde ausgezeichnet: Es ist eine sehr artenreiche
und wegen des Wechsels von Ebbe und Flut außergewöhnliche Naturlandschaft.
Deshalb wurde es 2009 von der UNESCO offiziell als Weltkulturerbe anerkannt.
So lässt sich auch in Deutschland viel per Bahn, Auto, Schiff, Fahrrad,
zu Fuß und manchmal sogar auf dem Pferderücken entdecken. Schöne
Ausflugsziele für Garten- und Pflanzenfreunde sind die Landesgartenschauen
in verschiedenen Bundesländern. In Niedersachsen bietet die Landesgartenschau
in Bad Essen im Osnabrücker Land vielfältige Inspirationen für
den eigenen Garten.
Ein blühender Rahmen
für die freie Zeit
Damit auch die Sommerzeit zuhause,
im Garten oder auf dem Balkon, erholsam wird, lohnt es sich, jetzt im
Frühling die richtigen Vorbereitungen zu treffen. Freie Tage, lauschige
Sommerabende oder entspannende Wochenenden im Garten oder auf dem Balkon
sind besonders schön, wenn das Ambiente stimmt. Statt kahler Wände
oder nackter Mauern können grüne und blühende Pflanzen
den Balkon oder den Sitzplatz im Garten zum kleinen Urlaubsparadies machen.
Wer miterleben möchte, wie sich aus selbst gepflanzten, farblich
unscheinbaren Blumenzwiebeln und Knollen prachtvolle Sommerblüher
entwickeln, wird jetzt aktiv. Die im Sommer blühenden Zwiebeln und
Knollen müssen im Frühjahr, bis etwa Ende Mai, gepflanzt werden.
Viele von ihnen stammen ursprünglich aus fernen Ländern mit
milderen Wintern. Sie würden die kalte Jahreszeit ungeschützt
draußen im Garten nicht überleben und kommen deshalb erst nach
dem Winter in die Erde.
Vielfalt für den Sommergarten
Im Sommer zeigen die im Frühling
gepflanzten Kraftpakete, was in ihnen steckt. Viele überraschen dann
mit farbenfrohen oder ungewöhnlichen Blüten, wie die imposanten
Gladiolen, die eleganten Calla (Zantedeschia) oder die edel anmutenden
Lilien. Manche Sommerblüher sind auch wegen ihrer Blätter interessant.
Das Indische Blumenrohr (Canna) beispielsweise hat große, grüne
oder rötliche Blätter, die an die von Bananenstauden erinnern.
Der Zierklee mit dem klangvollen botanischen Namen Oxalis triangularis
bezaubert mit herzförmigen, dunkelvioletten Blättern und zarten,
rosafarbenen Blüten. Er eignet sich auch für kleinere Gefäße.
Sehr exotisch ist die Ananasblume (Eucomis), die wegen ihres interessanten
Blütenstandes auch als Schopflilie bezeichnet wird. Ihr großer
Blütenstand wird wie eine Ananas von einem Schopf grüner Blätter
gekrönt. Dahlien und Begonien sind besonders ausdauernde Blüher.
Sie bringen vom Sommer bis zum Herbst Farbe in den Garten. Dazu muss man
nur das Verblühte entfernen, dann bilden sich immer wieder neue Blüten.
Weil diese Pflanzen relativ frostempfindlich sind, werden sie erst in
der zweiten Maihälfte, nach den Eisheiligen gepflanzt. Viele im Sommer
blühende Blumenzwiebeln und Knollen eignen sich nicht nur gut für
Gartenbeete, sondern auch für den Topfgarten. Es gibt zum Beispiel
zahlreiche kleinbleibende Dahliensorten, die ideal für Gefäße
sind. So kann auch der Balkon zu einem erholsamen Ort mit Urlaubsflair
werden.
Text und Foto: IZB
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