Magnolien
und der Urkontinent Pangäa
Magnolien sind aus erdgeschichtlicher
Sicht eine uralte Pflanzengattung und weisen noch einige sehr ursprüngliche
Merkmale auf, wie zum Beispiel die nicht immer gleiche Anzahl von Blütenblättern.
Vor der Eiszeit waren Magnolien auch in Mitteleuropa weitverbreitet, bis
sie von den Gletschern verdrängt wurden. Südlich der Alpen und
in Ostasien und Amerika haben sie aber überlebt. Die Tatsache, dass
zu einer Gattung gehörende Pflanzen, die schon vor über 100
Millionen Jahren existierten, in so weit voneinander entfernten Gebieten
vorkommen, wird als ein Beleg für die Kontinentaldrift gesehen: Ursprünglich
bildeten die verschiedenen Kontinente eine große Landmasse, den
zusammenhängenden Urkontinent Pangäa. Im Laufe von Millionen
Jahren drifteten die Kontinente auseinander und Europa und Nordamerika
wurden durch Ozeane voneinander getrennt. Nahe miteinander verwandte Pflanzen,
die schon vor der Kontinentaldrift existierten, können deshalb auch
in weit voneinander entfernten und nicht miteinander durch Landfläche
verbundenen Gebieten vorkommen, wo sie sich dann unabhängig voneinander
weiter entwickelt haben.
Text und Foto: PdM
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