Tipps
zur Amaryllis
Eilige
kaufen in Töpfen
Die interessante und markante
Form der Amaryllisblüten hat dazu geführt, dass diese im Allgemeinen
im Winter und im Frühling blühende Zwiebelblume auch unter dem
deutschen Namen Ritterstern bekannt ist. Ein Hinweis auf die Blütenform
findet sich auch im botanischen Namen wieder: Die Bezeichnung Hippeastrum
stammt aus dem Griechischen und geht auf die Wörter "Hippeos"
für Ritter und "astron" für Stern zurück. Durch
Züchtung entstanden unzählige Sorten in interessanten Farben
und Farbkombinationen oder mit besonderen Blütenformen, so dass die
alte Bezeichnung Ritterstern gar nicht mehr so passend ist: Manche Amaryllis
haben beispielsweise gefüllte Blüten oder die Blütenblätter
sind sehr schmal wie bei den Amaryllis aus der Cybister-Gruppe. Es lohnt
sich deshalb, jetzt in Gärtnereien und Gartencentern auf Entdeckungsreise
zu gehen, denn die imposanten Amarylliszwiebeln sind nur für wenige
Monate im Jahr im Handel erhältlich. Für besonders Eilige gibt
es sie schon fix und fertig in einen Topf gepflanzt und kurz vor der Blüte
stehend. Dann geht es noch schneller, bis die Amaryllis mit ihren frischen
oder kräftigen Farben dem Wintergrau Paroli bieten. IZB
Schön wie eine Diva,
aber ganz pflegeleicht
Eine Amarylliszwiebel, gute
Blumenerde und ein Topf, der nur wenig größer ist als die Zwiebel
- mehr braucht man nicht für ein besonderes Wintervergnügen.
Obwohl die Amaryllis so exklusiv wirkt, ist sie ganz einfach und schnell
innerhalb von sechs bis acht Wochen zur Blüte zu bringen. Am besten
verwendet man einen Tontopf, denn der ist schwerer und somit standfester
als ein Plastiktopf. Immerhin kann die Amaryllis, wenn sie blüht,
eine beachtliche Größe erreichen. Für eine gute Entwicklung
der Pflanze ist es wichtig, dass die Zwiebel nicht zu tief in die Erde
kommt. Sie wird nur etwa zur Hälfte oder zu zwei Dritteln eingepflanzt.
Die ideale Größe hat der Topf, wenn zwischen der Zwiebel und
dem Topfrand nur eine Daumenbreite Platz ist. Beim Pflanzen ist es wichtig,
dass die Wurzeln, die sich an der Zwiebel befinden, nach Möglichkeit
nicht geknickt oder beschädigt werden. Nach dem Andrücken der
Erde wird sie gegossen und die Zwiebel an einen warmen Platz gestellt.
Optimal sind Temperaturen von 20 bis 23 °C. Anfangs wird wenig gegossen,
erst wenn sich der Blütenstängel und die Blütenknospen
zeigen, bekommt die Zwiebel mehr Wasser. Jetzt kann auch gedüngt
werden. IZB
Blüten auch im nächsten
Jahr
Wer mehrere Zwiebeln im Abstand
von zwei bis drei Wochen pflanzt, kann die Blütezeit der Amaryllis
ausdehnen. Amaryllis sind mehrjährige Pflanzen und bei guter Behandlung
können sie auch im nächsten Jahr wieder blühen. Dazu ist
es wichtig, dass sich die Pflanze nicht verausgabt: Damit keine Energie
für die Samenbildung verbraucht wird, werden die verwelkten Blüten
entfernt. Der Stängel wird erst abgeschnitten, wenn er vertrocknet
ist. Bis August wird die Amaryllis regelmäßig gedüngt.
Sie kann außerdem von Mai bis September draußen stehen und
Sonne tanken. Im August wird die Wassergabe reduziert und im September
ganz eingestellt. Jetzt sterben die Blätter ab. Sie werden aber erst
abgeschnitten, wenn sie vergilbt sind, denn so kann die Pflanze noch Nährstoffe
aus den Blättern ziehen und in der Zwiebel einlagern. Jetzt beginnt
die etwa dreimonatige Ruhephase, in der man sich nicht um die Amaryllis
kümmern muss. Am besten steht sie in dieser Zeit bei Temperaturen
von 16 bis 18 °C. Falls die Zwiebel an einem relativ warmen Platz
steht und die Wurzeln austrocknen könnten, sollte man sie allerdings
gelegentlich etwas gießen. Wenn sich nach einigen Monaten die ersten
grünen Blattspitzen zeigen, ist die Ruhezeit beendet und die Amaryllis
kann wieder regelmäßig Wasser bekommen. Diese Aufmerksamkeit
dankt sie dann schon wenige Wochen später mit ihren eindrucksvollen
großen Blüten. IZB
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