Gartenbaupreis
Nordrhein-Westfalen an besonders innovative Friedhofsgärtnerei aus
Gelsenkirchen verliehen
Im Rahmen der Eröffnung
der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen hat Umweltminister Eckhard
Uhlenberg (Foto links) heute (26.01.) zum dritten Mal den Gartenbaupreis
Nordrhein-Westfalen verliehen. Ausgezeichnet wurde die Friedhofsgärtnerei
und Bestattungen Suttmeyer GmbH & Co.KG aus Gelsenkirchen. Insbesondere
das Konzept Garten der Erinnerung der Gärtnerei Suttmeyer
hat die Jury überzeugt. Das Ergebnis ist nicht nur gartenkünstlerisch
sehenswert, sondern auch wirtschaftlich sehr erfolgreich, so Minister
Uhlenberg.
Mit dem Garten der Erinnerung
hat die Gärtnerei Suttmeyer einen Teil des Gelsenkirchener Hauptfriedhofs
umgestaltet. Der Garten ist in fünf Themenbereiche untergliedert
und beinhaltet fast 1.000 Grabstätten. Diese wurden innerhalb von
nur 20 Monaten zu zwei Dritteln verkauft beziehungsweise reserviert. Neben
dem Garten der Erinnerung überzeugte die Jury das ganzheitliche
Dienstleistungskonzept der Friedhofsgärtnerei Suttmeyer. Neben friedhofsgärtnerischen
Leistungen und Floristik bietet die Gärtnerei auch Bestattungen und
Steinmetzarbeiten an.
Der Gartenbaupreis NRW wird
zum dritten Mal verliehen und ist mit 2.500 Euro dotiert. Er wird mit
jährlich wechselnden Themenschwerpunkten ausgeschrieben. In diesem
Jahr wurden Innovative Betriebskonzepte für den Friedhofsgartenbau
gesucht.
Hintergrund dieser Auslobung
sind die dramatischen Veränderungen in der Bestattungskultur unserer
Gesellschaft. Bundesweit liegt der Anteil traditioneller Erd-Bestattungen
nur noch bei 50 Prozent, mit stark sinkender Tendenz, erläuterte
Minister Uhlenberg. Diese Entwicklung hat für den gesamten
Gartenbau in NRW eine handfeste wirtschaftliche Dimension nicht
nur für die Friedhofsgärtner. Friedhöfe waren und sind
ein wichtiger Absatzmarkt für gartenbauliche Erzeugnisse und Dienstleistungen.
Der Betrieb Suttmeyer zeigt, dass durch attraktive Gestaltung und kundenorientierte
Angebote Friedhöfe wieder zu attraktiven Ruhe- und Erinnerungsstätten
werden können. Außerdem können so lebenswerte, innerstädtische
Parks entstehen die dem allgemeinen Trend entgegen wirken.
Die Gartenbaubranche in Nordrhein-Westfalen
setzt mehr als ein Drittel der gesamten Beet- und Balkonpflanzenproduktion
auf Friedhöfen ab. Bundesweit bieten mehr als 7.000 Gärtnereien
Dienstleistungen für den Friedhof an, über 4.000 davon sind
Vertragspartner für Dauergrabpflege. Allein in Nordrhein-Westfalen
sind über 1.000 Gartenbaubetriebe Mitglied in einer Friedhofsgärtner-Genossenschaft.
Foto: Wiefel
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